Das Modul Geriatrie

 

Die stationäre geriatrische Rehabilitation in Rheinland-Pfalz wird durch 5 geriatrische Rehabilitationseinrichtungen gewährleistet. Diese erfassen seit 2004 die rehabilitationsrelevanten Daten der Rehabilitationsverläufe in Trägerschaft der gesetzlichen Krankenversicherung unter Nutzung des Datenbankprogramms EVA-Reha® des MDK Rheinland-Pfalz. Das Modul EVA-Reha Geriatrie ist in Inhaltsstruktur und Assessments dem Modul der Neurologischen Rehabilitation vergleichbar. Das Modul Geriatrie wird auch in der ambulanten geriatrischen Rehabilitation eingesetzt.

 

Assessment

ATL-18. Der ATL-18 ist die deutschsprachige, in EVA-Reha umgesetzte Adaption des Functional Independence Measurements (FIM). Der von Granger et al. 1986 erstmals veröffentlichte FIM erfuhr einige Modifikationen und gilt mittlerweile als ausgereiftes und zuverlässiges Assessment der Fähigkeitsstörungen von Patienten, das weltweit eingesetzt wird. Der ATL-18 umfasst 18 Items, die sich auf Aktivitäten des täglichen Lebens beziehen. Ein Patient wird hinsichtlich jedes Items daraufhin eingeschätzt, wie selbständig er die formulierte Fähigkeit ausführen kann. Die Einschätzung erfolgt auf sieben Stufen, die mit den Werten 1 bis 7 belegt sind. Ein Wert von 7 bedeutet völlige Selbständigkeit, 6 eingeschränkte Selbständigkeit, 5 Beaufsichtigung oder Vorbereitung nötig, 4 Kontakthilfe, 3 mäßige Hilfestellung, 2 ausgeprägte Hilfestellung, 1 völlige Unselbständigkeit. Die Summe der Bewertungen ergibt einen Gesamtwert zwischen 18 und 126 Punkten und ergibt ein Gesamtbild der Funktionalen Selbständigkeit eines Patienten. Erklärtes Rehaziel ist es, die funktionellen Einschränkungen, die erwartungsgemäß zu Rehabeginn vorliegen, möglichst deutlich zu verbessern. Durch die Erfassung zu Rehabeginn, im Rehaverlauf und zu Rehaende kann so das Rehaergebnis abgebildet werden. In EVA-Reha ist voreingestellt, dass das zu erreichende Ziel nach 14 Tagen festgehalten wird. Das ermöglicht der Einrichtung eine Selbstkontrolle. In den Qualitätsberichten werden die Rehaeffekte, also die durchschnittlichen Funktionsverbesserungen von Rehabeginn hin zum Rehaende, einrichtungsvergleichend abgebildet.

Literatur
Granger, C.V., Hamilton, B.B., Keith, R.A., Zielezny, M., Sherwin, F.S. (1986). Advances in functional assessment for medical rehabilitation. In: Topics in Geriatric Rehabilitation 1 (S. 59-74).

Um den Besuch unserer Website attraktiv zu gestalten und die Nutzung bestimmter Funktionen zu ermöglichen, verwenden wir auf verschiedenen Seiten sogenannte Cookies. Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies informiert werden und einzeln über deren Annahme entscheiden oder die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen können. Bei der Nichtannahme von Cookies kann die Funktionalität unserer Website eingeschränkt sein. Weiterlesen …