Pflege 2017

 

Zum Informationsportal der Medizinischen Dienste zur Pflegebegutachtung ab 2017 geht es hier!

Der Medizinische Dienst prüft im Auftrag der Gesetzlichen Pflegekassen nach § 18 SGB XI das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit und empfiehlt der Pflegekasse die Zuordnung zu einer Pflegestufe.

Durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) folgen ab 2017 grundlegende Änderungen in der Definition und Ermittlung der Pflegebedürftigkeit

Ab 2017 wird als Kernstück des PSG II ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt. Dieser sieht folgende Eckpunkte vor:

  • Pflegebedürftig sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit aufweisen und deshalb die Hilfe von anderen brauchen.

  • Pflegebedürftig sind Personen, die körperliche, kognitive oder psychische Belastungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen nicht selbstständig kompensieren oder bewältigen können.

  • Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens 6 Monate, bestehen.

Die Beeinträchtigungen und Belastungen werden über den Grad der Selbstständigkeit erfasst.

Zur Ermittlung der Pflegebedürftigkeit wird darauf aufbauend ein neues Begutachtungsinstrument notwendig. Dieses sieht sechs Lebensbereiche (Module) vor, die mit unterschiedlicher Gewichtung zu einem Grad der Pflegebedürftigkeit (Pflegegrade) zwischen 0 und 100 Punkten führen.

Die bisher geltenden drei Pflegestufen werden somit durch die fünf neuen Pflegegrade abgelöst. Mit dem neuen Begutachtungsassessment findet eine Abkehr von der Erhebung der oft kritisierten Pflegeminuten statt. Das neue Verfahren ist leichter nachvollziehbar und erhöht damit die Transparenz.

Die Verbesserungen im Überblick:

  • Gerechtere Einstufung der Pflegebedürftigen Menschen

  • Menschen mit Demenz und anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen erhalten einen besseren Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung

  • Das neue Verfahren ist einfach strukturiert und vermeidet das Nebeneinander von engem Pflegebedürftigkeitsbegriff und Einschränkungen in den Alltagskompetenzen

  • Das neue Verfahren verzichtet auf die Pflegeminuten

  • Erhöhung der Transparenz und Nachvollziehbarkeit
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