Pflegequalität ist Lebenqualität

Rund um die Qualitätsprüfungen

Ein weiteres Hauptaufgabengebiet des MDK Rheinland-Pfalz im Bereich der Pflegeversicherung ist die Durchführung von Qualitätsprüfungen in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen.

Hier erfolgt eine externe Überprüfung des internen Qualitätssicherungssystems der Pflegeeinrichtungen mit dem Ziel, die Qualität der Pflege zu sichern und stetig zu verbessern.

 

Qualität der pflegerischen Versorgung

In Deutschland gibt es aktuell etwa 2,34 Millionen Pflegebedürftige. Ca. 1,62 Millionen von ihnen werden zu Hause gepflegt (ambulante Versorgung), davon werden ca. 550.000 Pflegebedürftige ergänzend zur Angehörigenpflege oder zum Teil auch vollständig von einem ambulanten Pflegedienst versorgt. 720.000 pflegebedürftige Menschen erhalten eine vollstationäre Versorgung in Pflegeheimen (stationäre Versorgung). 

Jede/r Pflegebedürftige soll entsprechend dem Hilfebedarf und den persönlichen Bedürfnissen sowie dem anerkannten Stand der medizinisch-pflegerischen Erkenntnisse gepflegt und versorgt werden (§ 11 SGB XI).

Um die Qualität der pflegerischen Versorgung in den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen zu sichern, verpflichtet das Pflegeversicherungsgesetz (§§ 112 und 114 SGB XI) ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen dazu, sich an Maßnahmen zur Qualitätssicherung zu beteiligen (interne und externe Qualitätssicherung).

Jährliche Qualitätsprüfungen

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz überprüft im Rahmen der jährlichen Qualitätsprüfungen, inwieweit die Vorgaben des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI) in den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen umgesetzt werden, wirksam sind und die Qualitätsanforderungen erfüllt werden.

Die jährlichen Qualitätsprüfungen sollen unter anderem dazu beitragen, die Qualität in der Altenpflege weiterhin zu verbessern und den Verbraucherschutz zu erhöhen. Das soll durch eine höhere Transparenz über die Leistungen der Pflegeeinrichtungen und deren Qualität erreicht werden.

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz prüft im Auftrag der Landesverbände der Pflegekassen in Rheinland-Pfalz die Qualität der Leistungen jährlich in 90 % aller ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz und führt dazu ca. 900 Qualitätsprüfungen pro Jahr durch (Regelprüfungen).

Qualitätsprüfungsrichtlinie

Die Qualitätsprüfungen erfolgen bundesweit auf der Grundlage einer Qualitätsprüfungsrichtlinie, welche ein einheitliches Verfahren für die Qualitätsprüfungen festlegt und einen verbindlichen Prüfkatalog mit entsprechenden Bewertungsgrundsätzen vorgibt.

Dabei werden die strukturellen Rahmenbedingungen in der Pflegeeinrichtung (u. a. Einführung der Expertenstandards, die personelle, räumliche und sächliche Ausstattung der Pflegeeinrichtung), die Gestaltung der Versorgungs- und Pflegeprozesse (u. a. Verfahren zur Feststellung pflegerischer Risiken, Berücksichtigung der Expertenstandards für die Pflege, die Pflegeplanung etc.) und die Ergebnisqualität geprüft.

Im Vordergrund steht dabei die Beurteilung der pflegerischen Versorgungsqualität (Ergebnisqualität) wie

  • die Wirksamkeit der Leistungen,
  • die Zufriedenheit der Pflegebedürftigen,
  • die Erhaltung der Selbstständigkeit und des Gesundheitszustandes,
  • die Umsetzung präventiver und therapeutischer Maßnahmen hinsichtlich pflegerischer Risiken.

Mit der Überprüfung der Versorgungsqualität verknüpft sind

  • eine Befragung der zufällig ausgewählten Pflegebedürftigen zur Zufriedenheit mit der Versorgung durch die Pflegeeinrichtung,
  • die Einschätzung der Pflegesituation der zufällig ausgewählten Pflegebedürftigen,
  • die Überprüfung der Pflegedokumentation unter Einbeziehung der Einrichtungsvertreter,
  • die Beratung der Einrichtungsvertreter hinsichtlich festgestellter Verbesserungspotentiale.

 

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