Pflegequalität ist Lebensqualität

Qualitätsprüfungen

Mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz (2008) wurde die Durchführung von Qualitätsprüfungen in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen regelmäßig im Abstand von höchstens einem Jahr sowie die Veröffentlichung der nach §115 Abs. 1a SGB XI für die ambulante und stationäre Pflege geschlossenen Transparenzkriterien gesetzlich festgeschrieben.

2013 wurde die im Qualitätsprüfverfahren integrierte Pflege-Transparenzvereinbarung für den stationären Versorgungsbereich weiterentwickelt, eine Anpassung der Qualitätsprüfungs-Richtlinie war somit erforderlich.

Am 1. Februar 2014 trat eine neue Qualitätsprüfungs-Richtlinie in Kraft. Mit dieser wurde das Verfahren der Qualitätsprüfung an die Vorgaben des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes (2012) und die Prüfanleitung für stationäre Pflegeeinrichtungen an die Ergebnisse der Transparenzvereinbarungen (PTVS) angepasst. Die Prüfanleitung für den ambulanten Versorgungsbereich behält vorerst weiterhin ihre Gültigkeit.

Auf der Basis dieser gesetzlichen Grundlagen erfolgen in den ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen Qualitätsprüfungen durch die Pflegefachkräfte des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz (MDK Rheinland-Pfalz).

Die Ergebnisse dieser Prüfungen werden in den Prüfberichten umfassend dargestellt. Die Prüfberichte werden an die gesetzlich bestimmten Empfänger weitergeleitet. Ein Teil der Ergebnisse der Prüfungen fließt zudem in den sogenannten Transparenzbericht (Pflegenoten) ein, welcher im Internet veröffentlich wird.

Liste relevanter Unterlagen für die Regelprüfung

Die relevanten Unterlagen für die Prüfung bieten wir Ihnen unter Dokumente und Formulare zum Download an.

Bitte legen Sie den Gutachtern des MDK Rheinland-Pfalz diese Unterlagen zum Prüfungsbeginn vor.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und freuen uns auf die kooperative Zusammenarbeit!

Beauftragung und Durchführung der Qualitätsprüfungen

Entsprechend der Regelungen im Pflege-Weiterentwicklungsgesetz werden ab 2011 alle Pflegeeinrichtungen jährlich einer Qualitätsprüfung unterzogen. Der MDK Rheinland-Pfalz prüft dabei im Auftrag der Landesverbände der Pflegekassen in Rheinland-Pfalz, ob

  • die Qualität pflegerischer Leistungen den gesetzlichen Anforderungen entspricht
    (vgl. § 113 SGB XI, Rahmenverträge nach § 75 Abs. 1 SGB XI),
  • die vertraglichen Vereinbarungen eingehalten werden.
Regelprüfungen nach § 114 Abs. 2 SGB XI

Die Regelprüfung erfasst insbesondere wesentliche Aspekte des Pflegezustandes und die Wirksamkeit der Pflege- und Betreuungsmaßnahmen (Ergebnisqualität). Sie kann auch auf den Ablauf, die Durchführung und die Evaluation der Leistungserbringung (Prozessqualität) sowie die unmittelbaren Rahmenbedingungen der Leistungserbringung (Strukturqualität) erstreckt werden.

Die Regelprüfung bezieht sich auf die Qualität

  • der allgemeinen Pflegeleistungen,
  • der medizinischen Behandlungspflege,
  • der sozialen Betreuung einschließlich der zusätzlichen Betreuung und Aktivierung im Sinne des § 87b,
  • der Leistungen bei Unterkunft und Verpflegung (§ 87),
  • der Zusatzleistungen (§ 88),
  • der nach § 37 des Fünften Buches erbrachten Leistungen der häuslichen Krankenpflege.

Sie kann sich auch auf die Abrechnung der genannten Leistungen erstrecken. Zu prüfen ist auch, ob die Versorgung der Pflegebedürftigen den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention nach § 23 Abs. 2 lfSG entspricht.

Qualitätsprüfung in ambulanten Pflegediensten - Ankündigung nach § 114a Abs. 1 Satz 3

Mit dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz (23. Oktober 2012), das am 29. Oktober 2012 in Kraft getreten ist, wurde gesetzlich geregelt, dass die Qualitätsprüfungen in ambulanten Pflegeeinrichtungen am Vortag anzukündigen sind. Das gilt auch für Qualitätsprüfungen, die nach einem Feiertag oder an einem Montag stattfinden.

Die Ankündigung der Qualitätsprüfung bei ambulanten Pflegediensten erfolgt durch den MDK Rheinland-Pfalz in der Regel per Fax und/oder telefonisch.

Mit Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes zum 01.01.2016 hat der Gesetzgeber verfügt, dass Anlassprüfungen in ambulanten Pflegeeinrichtungen unangemeldet erfolgen sollen.

Maßnahmen der internen Qualitätssicherung

Die ambulanten Pflegedienste und die stationäre Pflegeeinrichtungen sind verpflichtet, sich an Maßnahmen der internen Qualitätssicherung zu beteiligen (vgl. § 72 Abs. 3 und § 112 Abs. 2 SGB XI).

Mitwirkungspflichten der zugelassenen Pflegeeinrichtungen

Die zugelassenen Pflegeeinrichtungen haben gemäß §112 Abs. 2 SGB XI eine Mitwirkungspflicht bei der Durchführung von Qualitätsprüfungen nach § 114 SGB XI und sind verpflichtet, die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung zu ermöglichen (vgl. § 114 Abs. 1 Satz 4 SGB XI).

Bitte stellen Sie sicher, dass den Qualitätsprüfern des MDK Rheinland-Pfalz zur Durchführung der Qualitätsprüfung Zugang zu Ihrer Pflegeeinrichtung gewährt wird und Sie oder Ihr Beauftragter auf Verlangen notwendige Unterlagen vorlegen und Auskünfte erteilen können.

Zusammenarbeit mit der Beratungs- und Prüfbehörde (BP-LWTG - ehemals Heimaufsicht)

Entsprechend den gesetzlichen Anforderungen (§117 SGB XI) arbeiten der MDK Rheinland-Pfalz und die BP-LWTG eng zusammen: Sie beraten und informieren sich gegenseitig zu relevanten Themen und führen in erforderlichen Fällen gemeinsame Prüfungen in stationären Pflegeeinrichtungen durch.

Anforderungen an die Qualifikation der Qualitätsprüfer

Alle Qualitätsprüfer des Bereichs "externe Qualitätssicherung" verfügen über eine langjährige Berufserfahrung in der Pflege und über eine Qualifizierung als Auditor. Viele haben vor der Tätigkeit als Qualitätsprüfer Erfahrungen in Führungspositionen als Heim- oder Pflegedienstleitung gesammelt und verfügen über zusätzliche Qualifikationen im pflegerischen Managementbereich (Pflegemanagementstudium, leitungsbezogene Weiterbildungen). Einige Prüfer haben eine Fachweiterbildung abgeschlossen.

Somit verfügt das Prüferteam über ein breites aktuelles Pflegewissen und über gute Kenntnisse im einrichtungsinternen Qualitätsmanagement.

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