![]() |
In ihrem gemeinsamen Bemühen um eine angemessene und wirtschaftliche
geriatrische Rehabilitation in Rheinland-Pfalz verpflichten sich die sechs
Rehabilitationseinrichtungen, die Rehabilitationsträger (Landesverbände
der Krankenkassen) und der Medizinische Dienst der Krankenversicherung
Rheinland-Pfalz (MDK RLP) gemeinsam zur Qualität. Eine angemessene
Struktur und die Sicherstellung kontrollierter Prozesse durch systematisches
Planen, Durchführen, Messen und Verbessern soll eine gute Ergebnisqualität
für die geriatrischen Patienten gewährleisten. Ein lebendiges
Qualitätsmanagementsystem (QMS) und die Anwendung angemessener Qualitätssicherungsverfahren
unterstützen die Einrichtungen hierbei. |
Standards
Um die Güte der Rehabilitationsleistungen und der damit verbundenen unterstützenden
Prozesse transparent und überprüfbar zu machen, vereinbaren die Partner
Mindestanforderungen an die Qualität in den beteiligten Einrichtungen.
Die Mindestanforderungen sind im Handbuch Qualitätssiegel
Geriatrische Rehabilitation dargelegt und umfassen vier Bereiche:
Die Strukturparameter beschreiben die Mindestanforderungen an die apparative,
räumliche und personelle Ausstattung.
Die Prozessparameter sind in Prozess-Standards definiert. Die Standards für
die wesentlichen Kernprozesse und unterstützenden Prozesse sind dort stichpunktartig
aufgeführt. So werden für alle an der Rehabilitation beteiligten Teammitglieder
alle wesentlichen Prozessschritte für die Aufnahme, die Betreuung während
der Rehabilitation und die Entlassung dargestellt. Diagnostische und therapeutische
Maßnahmen werden stichpunktartig aufgezählt, müssen jedoch in
jeder Einrichtung spezifisch dargelegt werden.
Die Ergebnisqualität wird mithilfe einer Software dokumentiert und überwacht.
Eva-Reha®, vom MDK RLP entwickelt, wird den beteiligten Einrichtungen kostenlos
zur Verfügung gestellt. Die Software dient der Patientenverwaltung, der
Verlaufs- und Ergebnisdokumentation und der formalisierten Kommunikation mit
den Rehabilitationsträgern. Sie liefert als zentrales Instrument wesentliche
Daten für die Rehabilitationsplanung, die Kosten-Leistungsrech-nung und
letztlich für ein Benchmarking zwischen den beteiligten Einrichtungen.
Jede der beteiligten Einrichtungen verpflichtet sich zur Einführung und
Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems. Als Mindeststandard für
dieses System wurden folgende Elemente beschlossen:
Diese sechs Elemente müssen in einem Qualitätsmanagementhandbuch (QMH) dargelegt sein. Sie sind Ausdruck des systematischen Management-Ansatzes bei der Planung und Durchführung der Rehabilitationsmaßnahmen.
Prüfverfahren
Die Überprüfung, ob die o.g. Standards umgesetzt werden, geschieht
durch ein Team, dessen Mitglieder von den drei Partnern gestellt werden. Das
Prüfverfahren besteht aus einer Dokumentenprüfung und einer Überprüfung
vor Ort. Bei der Dokumentenprüfung werden Dokumente und Aufzeichnungen
wie das QMH, der Stellen- und Stellenbesetzungsplan, hausinterne Verfahrensanweisungen
u.ä. auf Konformität mit den definierten Standards geprüft. Die
Prüfung vor Ort verläuft in Form eines Audits, bei dem das Prüfteam
in der Einrichtung Gespräche mit Führungskräften und Mitarbeitern
führt, sich Abläufe demonstrieren lässt und ggf. Dokumente und
Aufzeichnungen einsieht.
Im Anschluss an das Audit wertet das Team seine Feststellungen und den Gesamteindruck
und stellt Konformität oder Nichtkonformität mit den Anforderungen
fest. Darüber hinaus gibt das Team der Einrichtung Verbesserungshinweise
und vereinbart mit dem Einrichtungsleiter konkrete Maßnahmen. Der Auditleiter
erstellt den Abschlussbericht und spricht eine Empfehlung aus, ob das Qualitätssiegel
erteilt werden soll.
Vergabe des Qualitätssiegels
Verantwortlich für die Definition der Standards, die Prüfkriterien
und das Prüfverfahren, für die Beauftragung der Auditteams und die
Vergabe des Qualitätssiegels ist eine Kommission, die sich zu gleichen
Teilen aus den Rehabilitationsträgern, der Arbeitsgemeinschaft der geriatrischen
Rehabilitationseinrichtungen und dem MDK RLP zusammensetzt .
Die Kommission hat eine Geschäftsstelle mit der operativen Durchführung
dieser Aufgaben und der Administration beauftragt. Die Geschäftsstelle, angesiedelt beim MDK RLP, koordiniert die Anfragen der Einrichtungen, den Einsatz der Auditteams, überwacht die Termine und schult die Mitglieder der Auditteams.
Entsprechend dem Vorschlag des Auditleiters in seinem Auditbericht erteilt die
Kommission der geprüften Einrichtung das Qualitätssiegel für
die Dauer von drei Jahren. Jährliche Überwachungs-audits sollen den
kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterstützen. Stellt das Auditteam
kritische Abweichungen fest (Missachtung wesentlicher Standards, Fehlen eines
systematischen Management-Ansatzes bei der Reha-Planung/-Durchführung,
fehlende Nutzung von Eva-Reha), so erhält die Einrichtung sechs Wochen
Zeit diese zu beseitigen, um das Qualitätssiegel zu erhalten.
|
Das Qualitätssiegel ist Ausdruck der Selbstverpflichtung zur Qualität, die definierten Standards folgt. Obgleich es sich hierbei um eine Initiative der geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen, der Rehabilitationsträger und des MDK in Rheinland-Pfalz handelt, ist eine Anpassung und Erweiterung des Verfahrens für andere Rehabilitationseinrichtungen innerhalb und außerhalb von Rheinland-Pfalz denkbar. Die geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen in Rheinland-Pfalz nehmen somit eine Pionier-Rolle auf diesem Gebiet ein. |
![]() |
![]()
c/o MDK Rheinland-Pfalz
Dr. Klaus Freidel
Albiger Str. 19d
55232 Alzey
Tel: 06731 486-303
Fax: 06731 486-284
e-Mail: klaus.freidel@mdk-rlp.de
Landesarbeitsgemeinschaft der klinisch-geriatrischen Einrichtungen Rheinland-Pfalz
|
Klinikum Idar-Oberstein GmbH |
|
|
Altenzentrum Betzdorf
e.V. |
|
|
Vereinigte Hospitien |
|
|
Brohltal-Klinik
St. Josef |
|
|
Marienkrankenhaus |
|
|
Reha-Klinik
Rheingrafenstein |
|
Landesverbände der Gesetzlichen Krankenkassen Rheinland-Pfalz
AOK - Die Gesundheitskasse
in Rheinland-Pfalz
Direktion
Virchowstraße 30, 67304 Eisenberg
BKK - LKK Arbeitsgemeinschaft
Rheinland-Pfalz
c/o BKK Landesverband Rheinland-Pfalz
und Saarland
Essenheimer Straße 126, 55128 Mainz
IKK Südwest-Plus
Hauptverwaltung
Isaac-Fulda-Allee 7 , 55124 Mainz
VdAK/AEV e.V.
Landesvertretung Rheinland-Pfalz
Göttelmannstraße 17, 55130 Mainz
Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz
MDK Rheinland-Pfalz
Albiger Str. 19 d, 55232 Alzey